Der Ursprung der verschiedenen Farben ist die Antike; genauer gesagt die antike Alltagskleidung, aus denen dann die liturgischen Gewänder entstanden. Das sogenannte Unterkleid war weiß und die Oberbekleidung je nach Vermögen, gesellschaftlichem Stand oder eben Festlichkeit gefärbt. Die Farben stammten aus der Purpurschnecke bzw. aus deren Sekret. Je nach Färbungsgrad ergaben sich verschiedene Purpurtöne - von rot über violett bis rosa und rötlich schimmernden schwarz Tönen.
Erst seit dem 8./9. Jahrhundert wurden vereinzelt passenden Farben bestimmten Festen zugeordnet. Die verpflichtende Regelung, wann welche Farbe, für den römischen Ritus, gibt es erst mit dem Missale Romanum - dem amtlichen und einheitlichen Messbuch - von 1570.
Im Gottesdienst tragen Personen mit einem "besonderen" Dienst Gewänder mit den jeweilig passenden liturgischen Farben. Z.B. Bischof, Priester, Diakon und auch die Ministranten. Es können auch Altar und Ambo sowie "liturgische Geräte" in entsprechenden Farben geschmückt sein. Diese Stoffe nennt man in der Fachsprache auch Paramente.
Weiß ist die Farbe der Reinheit, des Lichtes, der Festlichkeit, sowie der Klarheit und der Freude.
Rot ist die Farbe des Blutes und des Feuers, der Liebe (und des Geistes Gottes)
Grün ist die Farbe der Hoffnung, des Lebens und der aufgehenden Saat
Violett ist die Farbe der Umkehr, der Buße und auch der Trauer
Schwarz ist die Farbe für Trauer
Rosa ist die Farbe der Vorfreude